Milu plante einen Clou
Und schlich sich an eine Kuh
Huhu, begrüßte sie Milu
Ich dachte, ne Kuh macht Muh
Mach mal deine Augen zu
Warum, Frau Kuh?
Dann siehst du alles, was du weißt im Nu
Puh, bist du so immerzu?
Nu lass mich schon in Ruh‘
Buhu, verabschiedete sich Milu
Achja, du hast da Dreck am Schuh
Wie kommt der nur dazu?
Muhuhuuu
Wusst‘ ich’s doch, blöde Kuh
Kategorie: Gedichte
Das O vom Po
Wo liegt eigentlich der Poo?
Mein Po guckt gerade ins Klo
Nicht dein Po, ich meinte den Poo mit Doppel-O
Man schreibt beide mit nur einem O
Oh
Jedem sitzt mal ein Floh im Po
Oder ein Dodo
Der Dodo ist doch eher im Zoo
Und der Floh in ner Zirkusshow
So ne Show macht Kinder froh
Soso, und was ist mit Frodo?
Den Frodo verwechselst du wohl mit Bobo
Oh
So, Klo
Das Klo hatten wir doch scho
Mein Po ist fertig mit dem Klo
Achso
Bildnis der Götter
Sibella voll Liebe ganz und gar
Haselnussbraunes Aug und Haar
Das Herz der Weltenschnur
Dem Leben der Schwur
Der Mutter Natur
Zion der weiseste Kopf
Alabasterhaut und silberweißer Schopf
Mit strengem Blick lehrt sie Magie
Um ihr Wissen verehrt man sie
Elfrik der Müßigkeit fromm
Feiere und träume mit ihm: „Komm!“
Mit glühendem Gesicht
Ist er darauf erpicht
Uns Licht zu geben
Denn Sinn im Leben
Habron der Stärkste von allen
Lässt das Blut der Krieger wallen
Der mächtigste Hammer ist sein Kumpan
Gebeine spaltet er mit Elan
Katox einst ein Narr
Der den Tod gebar
Des Fluches gezeichnet mit knöchr’gem Gesicht
Mit des Schalkes Kappe verdeckt er die Sicht
Ruft ihn nicht
Es wäre töricht
Das kürzeste Gedicht der Welt
Inhalte
1. Kurze Gedichte
2. Das kürzeste Gedicht
3. Stille Kunst
4. Nichts?
5. Quellen
Kurze Gedichte
Viele Künstler haben sich bereits an einem möglichst kurzem Gedicht versucht. Haikus besitzen bekanntlich nur drei Zeilen und zählen somit als die kürzeste Gedichtform. Dabei müssen sie normalerweise stets die Struktur von 5, 7 und 5 Lauteinheiten einhalten. Ein kurzer Dreizeiler (aber kein Haiku) von mir mit dem Titel „Klimawandel“:
Ist nur ne Farce
Oh, das wars
Dann auf zum Mars
Manche Gedichte sind noch kleiner und bringen es sogar auf nur drei Wörter wie z.B. „Fleas“ (Flöhe):
Adam
Strickland Gillilan
Had ‚em.
Dabei zählen wir ausnahmsweise den Titel nicht mit. Als Muhammad Ali 1975 nach „Fleas“ dem bis dato kürzesten Gedicht der Welt gefragt wurde und was er davon halte, antwortete dieser:
I’ve got one: Me. We.
Er knüpfte damit perfekt an „Fleas“ an und erschuf ein neues Gedicht aus lediglich zwei Wörtern. Ohne den Kontext ist es etwas schwierig einzuordnen, aber das ist bekanntlich bei vielen Gedichten der Fall.
Das kürzeste Gedicht
Gibt es noch kürzere Gedichte? Wie wäre es mit bloß einem Wort oder noch weniger? Dann kann es sich ja nicht mehr reimen, wird der ein oder andere anmerken. Laut Definition müssen Gedichte das aber auch gar nicht:
Poesie ist eine Form der Literatur, die ästhetische und rhythmische Eigenschaften der Sprache – wie Phonästhetik, Klangsymbolik und Metrik – nutzt, um mehr zu bedeuten, als es das sonst tun würde.
Frei übersetzt von Wikipedia
Meine Versuche eines sehr kurzen Gedichtes:
A bee
Has to pee
On your knee
2 L8
Im Englischen hieße dies: „Too late“
N8
Ausgeschrieben als „Nacht“ können alle darin vorkommenden Wörter nacheinander folgenden Reim bilden: „Nacht nach Acht.“
Gut, ich geb’s zu. Mit den Zahlen habe ich ein bisschen geschummelt, aber was tut man nicht alles für die Kunst.
Laut Guinness-Buch der Rekorde ist bzw. war das offiziell kürzeste Gedicht von Aram Saroyan folgendes: Es ist eine vierbeinige Version des Buchstabens „m“. Dazu gibt es zwei schon etwas schräge Interpretationen:
Das Gedicht spielt mit der Bildung eines Alphabets, als ob sich „m“ und „n“ gerade trennen würden.
Frei übersetzt von Wikipedia
Es ist ein Wortspiel bezogen auf „I am“, welches die Entstehung eines Bewusstseins selbst impliziert.
Nachdem immer mehr Künstler in verschiedenen Bereichen versuchten noch kürzere Rekorde zu erreichen, stellte das Guinness-Buch der Rekorde diese Kategorie mit folgender Begründung ein:
Die Natur des Wettbewerbs um etwas, das von seiner Natur her das Kürzeste ist, trivialisiert die ausgeführte Tätigkeit…
Unabhängig von offiziellen Anerkennungen ist mein Favorit jedoch das Gedicht von J. W. Curry:
i
Hierbei handelt es sich um das englische „i“ (Ich), wobei er bei dem realen Gedicht den i-Punkt mit seinem Fingerabdruck erstellt hat. Das „i“ ist somit nicht irgendein Ich, sondern J. W. Curry und nur er ganz allein und niemand sonst.
Ich habe mich auch einmal an einem Gedicht mit nur einem Buchstaben versucht:
O
„Ohhh“ als ein Ausspruch, der ewig anhält, denn ein Kreis ist schließlich endlos.
Aber was könnte eine so langanhaltende Reaktion verursachen? Die ständige neue Verwunderung oder das Erstaunen über den stetigen und ewigen Erkenntnisgewinn der Menschheit? Oder Begeisterung darüber, dass Lebewesen in so einem sonst trostlosen Universum die Chance bekommen für sich selbst das Glück zu suchen?
Such dir etwas von den tausend möglichen Interpretationen aus. Dabei muss ich zugeben, es wirkt schnell sehr weit hergeholt und ohne Zusammenhang verliert sich die Bedeutung.
Stille Kunst
Geht es noch kürzer? Tatsächlich gibt es ein Gedicht von R. W. Watkins, welches lediglich aus drei leeren Zeilen besteht, um darin etwas hineinschreiben zu können. Es hat zwar einen Titel „Le Vide (for Yves Klein)“, was so viel wie „Die Leere“ bedeutet, aber das unterschlagen wir einfach mal geschickt…
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Dasselbe Phänomen gibt es in der Musik. Es existieren eine Reihe von Songs, welche keinen einzigen Ton enthalten, sondern nur Stille. Aber zählt so etwas noch als Kunstwerk oder Gedicht? Immerhin kann Stille im richtigen Kontext ihre eigene Magie entfalten. Sei es bei der Mondbeschau oder den Blicken zweier Liebenden. Wenn Stille für sich steht, kann sie weiterhin eine starke Wirkung entwickeln, dies hängt jedoch stark vom Leser selbst ab. Das ist bei Haikus aber ebenfalls oft der Fall.
Nichts?
Nun bleibt die Frage, ist noch weniger als Stille möglich? Gibt es weniger als Nichts? Stille beinhaltet immer noch die Möglichkeit des Füllens. Sei es durch Musik, Sprache oder dem Füllen leerer Zeilen. Was aber wenn das Medium, dessen man sich bedienen möchte, selbst fehlt? Damit wäre es nicht einmal mehr möglich etwas darauf zu schreiben.

Ein Loch im Papier wäre für den Schriftsteller demnach das absolute unveränderliche Nichts. Falls dir das alleine als Besonderheit nicht reicht: Das Loch wurde ironischerweise mit meinem eigenen Schreibgerät erzeugt, welches damit sein nötiges Medium und seine eigene Grundlage selbst zerstört hat. Zudem ist das Interessante an einem unveränderlichen Nichts, dass so etwas in der physischen Realität eigentlich nicht vorkommt. Es kann nur in unseren Köpfen existieren. Wir Menschen erschaffen damit also ein allerkleinstes Kunstwerk mit unserer Vorstellung, wozu niemand sonst in der Lage wäre.
Wie du siehst kann das Spielen mit Wörtern unglaublich viel Spaß machen. Und hast du jetzt selber Inspiration für ein kurzes Gedicht bekommen? Dann schreib deine Idee doch als Kommentar. Ich bin gespannt.
Quellen
„Shortest Poem“ von Vsauce (Video)
Wikipedia Haiku
Wikipedia Shortest Poem
Wikipedia Aram Saroyan
Wikipedia Poetry
Schokolade
Die Inspiration zu dem Gedicht bekam ich beim Lesen von „Fundamentals of Buddhism“ von Peter d. Santina.
Das ist aber Schade
Hattest noch nie Schokolade
Lass es nicht dabei bleiben
Lass es dir nicht unter die Nase reiben
Lass es dir ausführlich beschreiben
Lass ein Studium darin betreiben
Doch solang‘ du nicht von probiert
Bist wie ein Spiegel, der nur reflektiert
Hast keinen Schimmer vom Geschmack
Weißt so viel wie ein leerer Sack
Erst wenn du sie in den Mund steckst
Den Schmelz auf der Zunge schmeckst
Sie genüsslich verzehrst
Das Papier vollkommen leerst
Erst dann kennst du sie wie ich
Und Weisheit durchströmt dich
Kommst du mit?
Ich fahre durch die Nacht
Hinaus in Richtung Mond
Der Wind streift mich sacht
Ob es sich wohl lohnt?
Kommt wer mit
Auf den Todesritt?
Soll nicht einsam sein
Bin auch ganz dein
Bleibst du lieber im Gemäuer
Und stehst am warmen Feuer
Das zwar so hell wie der Tag
Doch nichts zu verbrennen mag
Genießt du lieber Blütenduft
Von deiner altehrwürd’gen Gruft
Von Pflanzen, die vergangen sind
Getragen einst vom Blumenkind
Gib dich deinen Lügen hin
Lass dich von einspinnen
Für mich macht es keinen Sinn
Kann nur ein Lied von singen
Kommst du mit
Auf meinen Todesritt?
Soll nicht einsam sein
Bin auch ganz dein
Schlaf schön
Schlaf schön mein Engel, schlaf schön ein
Im siebten Himmel wirst du gleich sein
Wo fern zu nah wird
Man sich aber leicht verirrt
So brauchst du schon ein wenig Glück,
Dass du den Weg auch findest zurück
Wenn mein Engel dann aufgewacht
Gib fein acht
Wundere dich nicht
Wenn sich dein Himmel hat mit Erden vermischt
Desperate Scream
I’m waiting
My heart is shaking
I’m lying in my blood
I’m screaming ’shut up‘
Because you don’t care
What we share
I thought
You were my angel and
You’ll bring me out of this hell
But you let go of my hand
You let me alone in my frozen cell
I needed you, but you looked away
I tried to fight, but I was your prey
Your last words sounded so cheap
I wasn’t able to speak
My mouth was dry
Now I’m high
By this never ending pain
The future loses any fame
I’m waiting
My heart is shaking
I’m lying in my blood
I’m screaming ’shut up‘
Because you don’t care
What we share
Day by day
Your glory decays
Like a snowman in spring
I can’t break this burning ring
Which chains me to you
I’m losing my last shoe
The only thing I smell
Is your perfume, it’s called hell
I ask you
Why didn’t you help me
When I was crying
Why don’t you see
That I’m dying
I’m waiting
My heart is shaking
I’m lying in my blood
I’m screaming ’shut up‘
Because you don’t care
What we share
Glückwünsche
Die folgenden Zeilen sind meinem Bruder gewidmet.
Achtundzwanzig schlägt die Stunde
Rasch verbreitet sich die Kunde,
Dass heute Dein Geburtstag ist
Und Du das ewig Glückskind bist
Dein Name ist in aller Munde
In dieser fröhlichgeselligen Runde
So lass uns feiern bis zum Morgen
Mach dir nicht zu viele Sorgen
Um längst verblich’ne Schattenwesen
Es ist wie Faust, bereits gelesen
Denn jetzt entwirfst Du neue Welten
Wirst Großes schaffen, so wie Sheldon
Nach arbeitsreicher Leichtigkeit
Vergiss nicht deine freie Zeit
Drum geh spazier’n im Sonnenschein
Bei Sturm genieße ein Glas Wein
Und ließ ein gutes Büchelein
Mit Freunden kannst Du Karten spielen
Mit Glück den ersten Platz erzielen
Beim Wandern die Natur beschauen
Ein Äpfelchen vom Baume klauen
Und warum nicht mal müßig sein,
Den Tag verträumen ganz allein?
Zum Schluss sollst Du nicht leer ausgehen
Musst dieses Päckchen hier ausspähen
Gefüllt mit Freude, Glück und mehr
Das alles wünsche ich Dir sehr
Traum
Auf und nieder
Immer wieder
Strömt die Lust in sie hinein
Singt ihr Mieder
Volle Lieder
Übers tiefste aller Sein
Quickend hallen reinste Töne
Bebend tanzt die Wunderschöne
Mangelt nicht der tierschen Triebe
Gibt sich hin der nackten Liebe
Größte Wonne
Bringt die Sonne
Wie sie in ihr’m Herz erblüht
Gleich dem Feuer froh erglüht
Wallend zuckt der Leiber Spiele
Blitze schlängeln sich recht viele
Durch das menschliche Gefüge
Lebensgeister voller Krüge
Fließen, sprudeln völlig über
All die höchsten Hochgefühle
Auf und nieder
Immer wieder
Mahlt’s die Glut in lüstner Mühle
Singt es ‚gleich ist es vorüber‘
Ein letzter zärtlicher Genuss
Worauf der Tanz nun enden muss
Zu Asche wird, was Feuer war
Der Wind liebkost ihr zartes Haar
Zur Ruhe kommt, was triebhaft war
So wiegt sich fromm des Traumes Paar